Vom Scan zur Repro – Teil 4 – Die nächsten Schritte
Im letzten Teil der Serie zum Thema Scannen zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie mit Hilfe von Photoshop (oder einem vergleichbaren Bildbearbeitungsprogramm) Ihr Bild für die Druckvorstufe optimal aufbereiten können.
1. Wählen Sie das Freistellungswerkzeug aus der Werkzeugpalette, um alle überflüssigen Bildteile zu entfernen.

2. Erstellen Sie eine Arbeitskopie des Bildes auf der Festplatte, indem Sie Sichern unter (Menü Ablage) wählen.
3. Führen Sie jetzt vorlagenbezogene Retuschen durch. Dazu gehören zerstörte bzw. schwache Bildstellen der Vorlage sowie Staub und Schmutz auf dem Scanner. Folgende Werkzeuge sind hierbei viel im Einsatz: Rote-Augen-Korrektur, Reparatur-Pinsel, Ausbessern-Werkzeug, Kopierstempel, Scharf-/Weichzeichner, Wischfinger und Abwedler/Nachbelichter/Schwamm. Falls Montagen oder starke Bildveränderungen erforderlich sind, führen Sie diese jetzt durch.

4. Führen Sie eine Tonwertkorrektur durch. Den Befehl finden Sie im Menü Bild: Einstellen. Legen Sie zuerst Schwarz- und Weißpunkt des Bildes fest und geben Sie dann den Mitteltonbereich (Gammawert) des Bildes an. Ggf. kontrollieren Sie die einzelnen Kanäle auf ihre Tonwerte.
5. Führen Sie ggf. eine Gradationskorrektur durch (Menü Bild: Einstellen ). Kontrollieren Sie bei Bedarf auch hier die einzelnen Kanäle auf ihre Tonwerte.
6. Nur wenn Schritt 5 und 6 noch keine befriedigenden Ergebnisse in bezug auf Helligkeit und Kontrast gebracht haben, wenden Sie jetzt den Befehl Helligkeit/Kontrast an. Denken Sie daran, daß dieser Befehl die Bildinformationen reduzieren kann und damit zu starken Qualitätsverlusten führen kann. Den Befehl finden Sie unter Bild: Einstellen.
7. (nur bei Farbbildern)
Eleminieren Sie eventuelle Farbstiche durch die Funktion Farbbalance (Menü Bild: Einstellen).
8. (nur bei Farbbildern)
Korrigieren Sie Farbfehler des Bildes, indem Sie die Grundfarben im Farbton/Sättigung-Dialogfenster regulieren. Der Befehl befindet sich im Menü Bild: Einstellen. Denken Sie daran, daß Sie unter Zuhilfenahme von Auswahlen auch Bereichskorrekturen durchführen können.
9. Zur Abrundung des Gesamteindrucks empfiehlt es sich, als Abschluß einer Bildbearbeitung den Filter Unscharf maskieren einmal auf das erstellte Bild anzuwenden.
10. An dieser Stelle sollten Sie Ihr Bild als Photoshop-“Master“ sichern, falls Sie es noch für andere Zwecke archivieren möchten.
11. (nur bei Farbbildern)
Arbeiten Sie möglichst bis zum Schluß im RGB-Modus. Kontrollieren Sie abschließend unter Ansicht: Farbumfang-Warnung die Darstellung des Bildes in einem simulierten CMYK-Farbraum. Sollten Korrekturen der Farbsättigung oder „ausbrechender“ Bereiche erforderlich sein, können Sie diese an dieser Stelle noch vornehmen.
12. (nur bei Farbbildern)
Wandeln Sie das Bild in dn CMYK-Modus (Bild: Modus).
13. (optional)
Sie müssen nun anhand des Befehls Überfüllung im Menü Bild den Überfüllungswert regeln. Den richtigen Wert erfahren Sie von Ihrem Drucker, er liegt normalerweise bei einem Punkt.
14. Sichern Sie Ihr separiertes Farb- oder Ihr Graustufenbild jetzt im Zielformat (TIFF, Photoshop, JPG etc.), um es mit anderen Programmen weiter zu verarbeiten.
Wie Sie die genannten Funktionen und Werkzeuge optimal einsetzen können, entnehmen Sie bitte der Online-Hilfe von Photoshop. Diese verschafft Ihnen die nötige Übersicht, aber nicht den geschulten und professionellen Umgang mit dem Programm. Um Photoshop optimal und Ihren Bedürfnissen entsprechend einzusetzen, empfiehlt sich ein gezieltes Training.
Info-Link: c&e Training
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Francis Collis

