Vom Scan zur Repro – Teil 3 – Die Scanpraxis
Hier einige Tipps um sich Kopfschmerzen beim Erzeugen eines optimalen Scan-Ergebnisses zu ersparen.
„Normale“ Vorgehensweise für das Scannen von Schwarz-Weiß-Vorlagen
1. Wählen sie den Bitmap (s/w) Modus
2. Scannen Sie eine Voransicht ein
3. Wählen Sie den Teil des Originals aus, der gescannt werden soll
4. Wählen Sie die Rasterweite oder Auflösung
5. Scannen Sie mit der höchsten optischen Auflösung
6. Wenn nötig, beschneiden Sie das Bild erneut
7. Speichern sie Ihr Bild für die Weiterverarbeitung in anderen Programmen
„Optimierte“ Vorgehensweise für das Scannen von Schwarz-Weiß-Vorlagen
Haben Sie eine Schwarz-Weiß-Vorlage die Mängel in der Flächenfüllung aufweist, hilft dieser Tipp:
1. Wählen sie den Graustufen-Modus
2. Scannen Sie eine Voransicht ein
3. Wählen Sie den Teil des Originals aus, der gescannt werden soll
4. Wählen Sie die korrekte Rasterweite oder Auflösung
5. Scannen Sie mit der höchsten optischen Auflösung
6. Wenn nötig, beschneiden Sie das Bild erneut
7. Verdoppeln Sie die Bildgröße in Photoshop
8. Wenden Sie den Filter „Unscharf maskieren“ an(hier ist etwas Erfahrung im Umgang mit diesem Filter erforderlich. Optimale Pauschalwerte gibt es hier nicht.)
9. Reduzieren Sie die Graustufen*
10. Wandeln Sie das Bild in den Bitmap-Modus um Entweder über Bild: Einstellen: Schwellenwert: 128 oder über Bild: Einstellen: Tonwertkorrektur. Hier den Schwarzpunkt und den Weißpunkt zur Mitte hin regeln. Hiermit können Sie eine optimale Kantenglättung bei gleichzeitig guter Trennung von Schwarz und Weiß erreichen. Bei optimaler Darstellung mit OK bestätigen.


Logo, vorher und nachher.
(Hier mag man vielleicht einwenden, dass es doch ein recht simples Besipiel sei. Natürlich können Sie jederzeit versuchen ein Logo nachzubauen, doch manchmal dauert es länger ein Logo nachzubauen, als es (für bestimmte Zwecke) auf die beschriebene Weise zu bearbeiten. Auch komplexere Elemente können so doch noch verbessert werden.)
Noch ein kleiner aber wertvoller Tipp: Bitmaps werden qualitativ besser, wenn Sie um 30° gedreht auf das Vorlagenglas gelegt und anschließend in Photoshop wieder geradegestellt werden.
Beispielsweise bei zu scannenden Unterschriften können Sie auf diese Weise unliebsame Brüche in der Linienführung vermeiden. Beachten sie jedoch, dass ein Bitmap-Bild in Photoshop erst nach Konvertierung in den Graustufen-Modus gedreht werden kann.


Eine Strichzeichnung wird u.U. qualitativ besser, wenn man Sie im Graustufenmodus (unten) statt, wie allgemenin üblich im Bitmapmodus (oben), scannt.
Scannt man gerasterte Schwarz-Weiß- oder Farbvorlagen, besipielsweise Zeitungsausschnitte, sollten diese stets um ca. 30º auf dem Vorlagenglas gedreht werden. Auf diese Weise lassen sich unliebsame Artefakte (Moire, Streifen- oder Musterbildung vermeiden). V.a. um Moireeffekte zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Rasterwinkelung der Vorlage nicht mit dem gescannten Raster übereinstimmt.
Gerasterte Vorlagen werden nach dem Scan in Photoshop mit dem Gaußschen Weichzeichnungsfilter behandelt. Dieser ist dem Entrasterungsbefehl der Scansoftware vorzuziehen und kann individueller gehandhabt werden.
Anschließend „Unscharf maskieren“. Voila!
Nächster Teil: Vom Scan zur Repro – Teil 4 – Die nächsten Schritte
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Francis Collis

