Saccade – Lesegewohnheiten
Das Auge wandert nach bestimmten Gewohnheiten über Text- und Bildseiten. Saccade nennt sich die Augenbewegung welche automatisch Leseeinheiten bildet. D.h. es wird nicht jedes Wort einzeln entziffert, sondern der Leser nimmt Inhalte in ganzen Textstücken auf. Diese Eigenheit kann sich der Layouter/Texter zu nutze machen. Das Auge springt beim lesen vor uns zurück, analysiert Textstück für Textstück, nimmt dabei nicht jeden Buchstaben war und fokussiert dabei nicht alle Wörter. Das Gehirn erkennt bei diesem Vorgang bekannte Worte und fügt sie sinngemäß zusammen.
Um sich dieses Eigenheit zu Nutze zu machen, muss der Layouter/Texter folgendes beachten:
- Korrekte Satzzeichen verwenden. Diese dienen der Strukturierung und helfen dem Gehirn Textstücke zu gliedern.
- Versalien sollten sparsam verwendet werden, denn hierbei funktioniert die schnelle Erkennung auf Grund des veränderten Schriftbildes nicht.
- Worte benötigen einen ausreichenden Abstand voneinander, damit das Gehirn auch Textstücke bilden kann und sich nicht zu sehr mit der Entzifferung beschäftigen muss.
- Die Spaltenbreiten müssen stimmen, ansonsten ist das Auge auch hier zu sehr mit der Entzifferung beschäftigt und springt des öfteren hin und her.
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Francis Collis

