Adobe hat die schon im letzten Jahr angekündigte Public Beta von Photoshop Express frei gegeben. Zur Nutzung ist der Flash Player 9 und eine Registrierung erforderlich. Dem Nutzer stehen anschließend 2 GB Speicherplatz zur Verfügung, d.h. die zu bearbeitenden Grafiken müssen auf den Adobe Server geladen werden. Die Oberfläche sieht sehr aufgeräumt und funktionell aus, Usability wird bei Adobe groß geschrieben. Es stehen 17 Werkzeuge zur Bildbearbeitung zur Verfügung, u.a. ein Tool zum Zuschneiden und Drehen, Rote-Augen-Reduktion, ein Retuschestempel, verschiedene Möglichkeiten der Belichtungs- und Farbkorrektur und Funktionen um das Bild zu verfremden oder zu verzerren. Bei Photoshop Express wird das Social Networking besondere Beachtung geschenkt, d.h. aus Facebook, Photobucket und Picasa lassen sich eigene Bilder direkt in Photoshop Express öffnen und nach dem Speichern wieder veröffentlichen, Flickr soll folgen. Die Nutzung des Dienstes ist vorerst kostenlos, es ist allerdings zu erwarten das z.B. die Erhöhung des Speicherplatzes oder die Aufhebung der bisherigen Beschränkung der Bildgröße auf eine Seitenlänge von 4000 Pixeln in Zukunft kostenpflichtig sein wird. Aber alles in allem, man bedenke Photoshop Express befindet sich noch in der Testphase, ist Adobe mit diesem Web Tool und der Einbeziehung der Social Network Plattformen ein beachtenswerter Wurf gelungen. Dienste wie Picnik verfügen zwar über einen größeren Bildbearbeitungsumfang, aber die Anbindung an Social Network Plattformen fehlt gänzlich und genau hier sitzt Adobes Zielgruppe.
Es gibt allerdings einen nicht unbeträchtlichen Wermutstropfen: Die AGB. Adobe darf die eigenen Bilder verändern, reproduzieren, sie weiterzuverkaufen und die Nutzungsrechte an Dritte weiter lizenzieren und das alles ohne an den Urheber Gebühren zahlen zu müssen. Und Adobe setzt noch einen drauf, die Rechte gelten: weltweit, unbefristet und unabänderlich. Im Anbetracht dessen, sollte man sich schon sehr genau überlegen auf was man sich hier einlässt.