Linkbuilding – Linkqualität
Die vorgehensweise beim Linkbuilding hat sich in der Vergangenheit sehr verändert. Früher setzte man eine Webseite auf und versorgte sie mit PR-hohen Backlinks jeglicher Herkunft. Zum einen um die Website “interessant” für Google zu machen und damit u.a. die Position der Keys in den Serps zu optimieren und zum anderen um den Pagerank über die Vererbung nach oben zu schieben. Klappte früher ganz gut, seit ca. Mitte dieses Jahrzehnts nicht mehr. Irgendwann tauchte der Begriff “Bad Neighborhood” auf und die SEO Industrie begann umzudenken.
Heutzutage muss man einen Tick weiter denken und vor allem eins vergessen: Den Pagerank! Es geht nicht um den Pagerank, sondern um qualitativ hochwertige und thematisch passende Links und dies nicht nur vor der Site von der ihr verlinkt werdet und auf die ihr linkt, sondern auch von den Seiten die auf diese Seite verlinken oder ausgehend verlinkt werden etc. Hier ein paar Basics …
Der Begriff Co-Citations ist wichtiger denn je. Was sind Co-Citations?
Co-Citations sind die gleichzeitigen hochwertigen Verbindungen zu jeweils einer Gruppe von Webseiten und von jedem auf eine andere Gruppe von Webseiten, auch wenn die Mitglieder der Gruppe keine Verbindung zueinander haben. Dies wird von einigen Suchmaschinen als Bewertungskriterium eingesetzt, um eine Verbindung zwischen verwandten Seiten zu schaffen. Google möchte ja qualitaiv hochwertige Suchergebnisse liefen.
Na, das ist doch nichts neues werden nun bestimmt einige sagen. Stimmt, neu ist dies nicht, aber ich schreibe darüber, um noch einmal deutlich zu machen, wie wichtig dies beim Linkbuilding ist.
Noch einmal kurz zusammengefasst: Achtet beim Linkbuilding nicht nur darauf von wem ihr verlinkt werdet und auf wen ihr linkt, sondern auch auf welche Seiten der Linkpartner verlinkt und von welchen Webseiten er einen Link erhält. Noch kürzer gesagt: Haltet die Wohnung sauber! Am besten klinisch rein, ansonsten wird eure Seite in die gleiche “böse Buben Schublade” gesteckt. Jeder Link zählt, jeder!
Aber wie finde ich heraus ob eine von mir favorisierte Webseite sich in einer bösen Nachbarschaft befindet. Nun, hierfür gibt es verschiedene kostenpflichtige Tools oder auch die Google Suche: related:domain.de, oder mit einem Klick auf den Link “Ähnlich” im Suchergebnis.
Die Google Suche liefert jedoch nur einen Bruchteil der Ergebnisse, aber es ist ein Anfang. Das kostenlose Online-Tool von bad-neighborhood.com könnt ihr euch ja auch mal anschauen.
Wie erkenne ich den Unterschied zwischen “gut” und “böse”?
Nun, ich gehe davon aus, dass der Inhalt eurer Webseite aus Dingen besteht von denen ihr etwas versteht. Also sollte es für euch auch nicht schwierig sein herauszufinden, welche anderen Webseiten zu euch passen. Ein Beispiel: Ihr betreibt ein Blog zum Thema Webdesign mit CSS. Eine Webseite die sich mit dem Thema HTML befasst passt zu euch, jedoch eine Webseite die sich mit Bremsscheiben befasst eher nicht – auch wenn sie ansonsten lupenrein ist. Achtet zudem darauf, dass die favorisierte Seite qualitativ hochwertige Inhalte bietet, gut rankt, die Domain nicht ganz frisch ist, dass die Ziele der ausgehenden Links dieser Webseite themenrelvante Inhalte bieten und natürlich auch, wie oben schon erwähnt, wer auf die Seite linkt.
Was nicht interessiert:
Links mit immer den gleichen Keys zu setzten. Variiert die Linktexte!
Alexa – Ist kein verlässlicher Indikator mehr
Googles Backlink Ergebnisse – Zu ungenau
Googles Cache Datum – Viele gut rankende Seiten haben das Cachen deaktiviert
Links kaufen um den Pagerank zu pushen
1:1 Linktausch
Was interessiert:
Themenrelevante Seiten mit unique Content
In-Content Links
Domain trust
Natürliche Linktexte
Links von unterschiedlichen IPs
Co-Citations
Beachtet ihr das von Anfang an, habt ihr einen guten Baustein für den (bleibenden) Erfolg eurer Webseite gesetzt. Das war selbstverständlich nur ein kurzer Abriss, es gehört noch viel für ein gutes Linkbuilding dazu, doch dazu später mehr.
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Francis Collis



Sonntag, 25. Oktober 2009
Ein äußerst interessantes Thema, das mich in letzter Zeit sehr beschäftigt. Beim allgemeinen Bloggen ist es natürlich auch schwer bei den Kommentaren zu sagen “der hier passt zu mir und der hier wiederum nicht”. Ich persönlich halte es so, dass ich eh nur Links von Blogs im Kommentarbereich freischalte, aber trotzdem bleibt immer noch die Frage nach der Bad Neighbourhood offen.
In letzter Zeit wird Linkspam zum Backlinkaufbau in der Blogosphäre immer populärer. Nur wie finde ich heraus, ob der entsprechende Blogger ein Linkspammer ist oder nicht. Die Bad Neighbourhood handle ich mir mit ihm ja ein. Das von Dir erwähnte Tool zieht da definitiv nicht.
Hast Du weitere Ideen?
Sonntag, 25. Oktober 2009
Nun, es gibt hier sicherlich einige kostenpflichtige Tools wie z.B. SeoSpyGlass und andere die ich bei kommerziellen Projekten einsetzte und damit zwei bis drei Steps tief in beide Richtungen prüfe. Ansonsten verlasse ich mich inzwischen zum einen auf mein “Bauchgefühl”, kenne aber auch zum anderen die üblichen Verdächtigen. Mache mir aber auch hin und wieder die Mühe ein wenig händisch zu recherchieren. Bei Kommentaren meiner Blogs gehe ich inzwischen jedoch radikal vor:
1. Sinnloser Kommentar plus verdächtiger Link (Reisen, Handy, Finanzen, Poker, etc) = löschen.
2. Sinnloser Kommentar plus sauberer Link = löschen.
3. Guter Kommentar plus verdächtiger Link = Link löschen, Kommentar veröffentlichen.
4. Guter Kommentar plus “bin mir auf die schnelle nicht 100% sicher Link” = nofollow (bis ich Zeit gefunden habe den zu checken), Kommentar veröffentlichen.
5. Guter Kommentar plus guter Link = genehmigen
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Ja, so ähnlich mache ich das bei meinem Blog auch, nur dass ich von Hausaus in den Kommentaren nur noch Blogs verlinke. Blogs in Blogs können noch am wenigsten Schaden anrichten. Da gibt es auch keine nofollow Diskussion, was anderes als ein Blog erhält bei mir keinen Link mehr. Ist vielleicht super radikal, aber diese Vorgehensweise erspart mir zig zu kontrollierende Webseiten pro Woche
Ich habe aber mit Entsetzen festgestellt, dass scheinbar Linkspam gerade bei Blogbetreibern wieder in Mode gekommen ist. Und da bin ich mittlerweile doch etwas unsicher geworden. Wie will ich denn so eine Linkspammer Blogger erkennen.
Donnerstag, 29. Oktober 2009
@ Crazy Girl – So zum Beispiel: http://www.collis.de/seo-sem/p.....juni-2009/ Kommentar Olaf und meine Antwort
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Oh jeh, da wäre ich noch viel strikter gewesen:
- kein Blog = kein Link
- offensichtlicher Spam-Kommentar, da öfters abgegeben = Kommentar gelöscht
- PR0 = entweder neu oder abgestraft
Aber das sind nicht die, die ich meine. Mich hat letztens ein Blogger auf diesen Beitrag hier aufmerksam gemacht link zum Beitrag. So etwas scheint dann zur Folge zu haben, dass massiv Linkspam zum Domainaufbau betrieben wird, weil das ja irgendwann zum Erfolg führen soll
Und wenn ich mir dann Blog Domains anschaue, die nicht mal 6 Monate alt sind und bereits über 1000 Backlinks aufweisen, dann weiß ich doch wo der Hase lang läuft, oder?
Samstag, 31. Oktober 2009
Schau Dir mal www.linkdiagnosis.com und www.majesticseo.com an. Das Majestics Firefox Plugin ist eins meiner liebsten Tools
So erfährst Du zumindest etwas über die hinterlassene URL.