Vom Scan zur Repro – Ein kleiner Lehrgang Teil 2

p Vom Scan zur Repro – Ein kleiner Lehrgang Teil 2 Klare Verhältnisse – Wieviel dpi dürfen es denn sein?

Spricht Ihr Drucker von einem „30er Raster“, so meint er damit 30 lpc (Linien pro Zentimeter) oder exakt 76,2 lpi. Was wiederum wichtig sein könnte, wenn Sie ein Bild scannen müssen, das beispielsweise in Ihrem lokalen Werbeblatt abgedruckt werden soll.

Die Frage mit welcher Auflösung ein Digitalbild vorliege, wird oft mit einem Schulterzucken beantwortet. Handelt es sich um ein zu scannendes Bild, wird nicht selten das gesamte verfügbare Auflösungsvermögen des Scanners ausgereizt um auch wirklich „auf der sicheren Seite“ zu sein.
In Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop, GraphicConverter, Paintshop u.a. können Sie sich die Größe Ihres Bildes anzeigen lassen. Es bietet zudem die Möglichkeit, zu überprüfen ob ein gescanntes Bild die richtigen Maße und die richtige Auflösung hat. Doch wie ermittelt man die „richtige“ Auflösung?


p Vom Scan zur Repro – Ein kleiner Lehrgang Teil 2 Das ideale Verhältnis von Auflösung und Darstellungsqualität ergibt sich aus der Formel:

(gewünschte Größe : Originalgröße) x 2 x lpc/lpi = ppi

In dieser Formel wird stets die längste Seite des gewünschten, wie auch des Original-Formats zu Grunde gelegt.

Ein Beispiel hierzu: Sie haben ein farbiges Bild das Sie im Verhältnis 1:1 in einer Broschüre abbilden möchten. Die längere Seite Ihres Bildes misst 20 cm. Bei einem Verhältnis von 1:1 beträgt natürlich auch das gewünschte Maß 20 cm. Ihre Druckerei hat Ihnen mitgeteilt, dass mit einem „60er-Raster“ gedruckt wird.

p Vom Scan zur Repro – Ein kleiner Lehrgang Teil 2 Daraus resultiert: (20 cm : 20 cm) x 2 x lpc = Scanauflösung. (Denken sie daran, die lpc mit 2,54 zu multiplizieren!)

1 x 2 x (60 x 2,54) = 304,8 ppi

Abgerundete 300 ppi sind also vollkommen ausreichend als Scanauflösung für ein farbiges Bild.

Bei der Zahl 2 in dieser Formel handelt es sich übrigens um einen Qualitätsfaktor, der durch Versuche einiger Scannerhersteller ermittelt wurde. Er garantiert das optimale Verhältnis von Qualität und Dateigröße.

Die Erfahrung zeigt, dass bei Graustufenbildern ein Qualitätsfaktor von 1,5 vollkommen ausreicht um die Qualität des Bildes im Druck zu erhalten.

Die meisten Scanner verfügen über eine für die meisten Fälle ausreichende Software. Hier können Sie die ermittelten Werte eingeben und evtl. noch nachträglich den Skalierungswert ändern, sollten sich bezüglich der „gewünschten Größe“ doch noch Änderungen ergeben. Die Software liefert automatisch den passenden Wert.

Bei Strichzeichnungen die für den Druck aufbereitet werden, reicht es mit einer Auflösung von 1.200 ppi zu scannen. Sparen Sie sich hier also die mühsame Berechnung mit oben genannter Formel. Ein Scan mit einer noch höheren Auflösung (2.400 ppi oder mehr) bringt nur kaum erkennbare Unterschiede.

Falls Sie zu dem einen oder anderen Punkt noch Fragen haben sollten, wir helfen Ihnen gerne!

Nächster Teil: Vom Scan zur Repro – Teil 3 – Die Scanpraxis




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Ein Kommentar

  1. [...] Im nächsten Teil: Klare Verhältnisse – Wieviel dpi dürfen es den sein? [...]

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