DropShipping – effizienter Online-Handel
Gastartikel von Sebastian Huke / Web Trend Media, zu der für einige eventuell noch neuen Variante des Online-Handels: DropShipping.
Die berufliche Selbständigkeit entspricht den Wünschen und Bedürfnissen von immer mehr Menschen in Deutschland. Die persönlichen Motive der Akteure sind hier ganz unterschiedlich. Während eine Gruppe vor allem daran interessiert ist mehr Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung in den Arbeitsalltag zu integrieren, agieren andere aus der Sorge vor drohender oder bereits erlittener Arbeitslosigkeit. Auch die Unzufriedenheit im bisherigen Angestelltenverhältnis ist für viele angehende Unternehmer ein Grund, um sich mit dem Thema Existenzgründung zu beschäftigen. Besonders hoch im Kurs steht bei den gründungswilligen Deutschen eine Selbständigkeit im Bereich des Online-Handels. Nur wenige Wirtschaftssegmente bieten so niedrige Einstiegsbarrieren wie der Handel mit Produkten im Internet.
Um die Chancen am Markt, vor allem während der schwierigen Startphase, zu verbessern, setzten immer mehr Jungunternehmer auf das noch neue Konzept DropShipping. Im Folgenden möchte ich interessierten Gründern das innovative Geschäftsmodell näher bringen. Ich erkläre dazu, was es mit dem Handel per DropShipping auf sich hat, beleuchte die Vorteile und gehe auf mögliche Risiken ein. Zusätzlich bieten wir Anfängern und Einsteigern im E-Commerce praktische Tipps und Hinweise, die sie auf ihren ersten Schritten in Richtung berufliche Selbständigkeit unterstützen sollen.
DropShipping als Handelskonzept: Eine Begriffserklärung
Immer häufiger stößt man im Internet auf den Begriff DropShipping, wenn es um Existenzgründungen im Bereich Online-Handel geht. Was aber verbirgt sich hinter diesem noch vergleichsweise neuen Konzept? Von DropShipping spricht man dann, wenn ein Online-Händler selber keinen physischen Kontakt zu den Produkten hat, die er im Internet verkauft. Was zunächst unlogisch klingt, erschließt sich auf den zweiten Blick. Um Produkte in einem eigenen Online-Shop anzubieten ist es nicht zwingend erforderlich, diese im Vorfeld einzukaufen. Stattdessen genügt es, wenn man die Artikel eines verlässlichen Lieferanten in den eigenen Shop einstellt und diesem im Fall einer Bestellung damit beauftragt, den Versand der Ware direkt an den jeweiligen Endkunden vorzunehmen. Für den Besteller ergibt sich aus diesem Umstand kein Nachteil. In den meisten Fällen wird er nicht einmal bemerken, dass er seine Sendung nicht vom ursprünglichen Online-Händler sondern stattdessen von seinem Lieferanten erhalten hat. In einem breiten Umfang ist dieses Handelsmodell erst durch den massenhaften Verkauf von Produkten im Internet möglich geworden. Im Gegensatz zum Einkauf im stationären Handel weiß der Kunde, dass er den gewünschten Artikel nicht unmittelbar mitnehmen kann. Er rechnet mit einigen Tagen Lieferzeit, bis das Paket bei ihm eintrifft. Diese Zeitspanne wird nun genutzt, um die Sendung unmittelbar vom Lieferanten zum Besteller zu transportieren.
Das Modell DropShipping ist in Bezug auf die Massenmärkte im Online-Handel tatsächlich neu. Betrachtet man allerdings Branchen wie den Möbelhandel, so stellt man fest, dass es sich hierbei im Prinzip um ein bewährtes und stark verbreitetes Prinzip handelt. Verbraucher, die sich in einem Möbelhaus für die Bestellung eines bestimmten Stückes entscheiden, erhalten dies nach einer angemessenen Lieferzeit ebenfalls meist direkt vom ursprünglichen Lieferanten oder Hersteller. Auch hier sorgt die Notwendigkeit einer Lieferzeit für die Möglichkeit, die Ware über einen Dritten an den Endkunden auszuliefern.
Viele Vorteile und reduzierte Risiken: DropShipping als Chance für Einsteiger
Das Prinzip DropShipping überträgt also die Auslieferung von Warensendungen an den ursprünglichen Lieferanten der jeweiligen Ware. Welche Vorteile ergeben sich hieraus für den entsprechend agierenden Online-Händler? Wesentlich ist hier zunächst der Umstand, das angebotene Waren im Vorfeld nicht mehr eingekauft und somit vorfinanziert werden müssen. Für klassisch aufgestellte Händler stellt die Beschaffung eines Startsortiments einen erheblichen finanziellen Aufwand dar. Dieser basiert nicht nur auf den Einkaufspreisen der ausgewählten Waren. Produkte, die im Vorfeld gekauft werden, müssen nämlich auch gelagert werden. Dies macht kostspielige Lagerflächen und teures Personal zu dessen Bewirtschaftung nötig. Auch der finanzielle und personelle Aufwand der Versandlogistik trifft beim DropShipping nicht den Online-Händler selber. Da der Versand direkt durch den Lieferanten erfolgt, ist weder der Einkauf von Verpackungsmaterial noch der Einsatz von Arbeitsflächen und Personal nötig.
Zusammengefasst sparen also neue DropShipping Händler, vor allem in der Startphase ihrer Unternehmen, sehr viel Geld, das sie eigentlich für Waren und geeignete Infrastrukturen ausgeben müssten. Ein weiterer Vorteil schließt sich hier unmittelbar an: Auch das so genannte Warenrisiko trifft nicht den Händler sondern stattdessen seinen DropShipping Lieferanten. Hierunter versteht man das Risiko, das sich einzelne Artikel eines vorab eingekauften Sortiments nicht so vorteilhaft verkaufen lassen, wie ursprünglich geplant. Irrt sich der klassisch arbeitende Händler also bei der Anschaffung von Produkten oder erwirbt er Produkte, zu denen kurze Zeit später ein verbessertes Nachfolgeangebot auf den Markt kommt, so können sich Bestandteile seines Sortiments als nur zu reduzierten Preisen absetzbar oder sogar unverkäuflich erweisen. Das hieraus resultierende negative Geschäftsergebnis muss ein solcher Unternehmer aus eigenen Mitteln bestreiten. Nicht selten führt das Warenrisiko zu einem schnellen und vorzeitigen Ende der beruflichen Selbständigkeit im Online-Handel.
Das Konzept fällt und steht mit der Auswahl optimaler Lieferanten
Obwohl das Konzept DropShipping mit zahlreichen Vorteilen für junge Gründer aufwartet, ist es natürlich kein Allheilmittel gegen sämtliche wirtschaftliche Risiken im E-Commerce. Allerdings sind die kritischen Potenziale dieser Handelsform einschätzbar und können gezielt umgangen werden. Der Handel per DropShipping fällt und steht mit der Auswahl guter und zuverlässiger Lieferanten. Diesem Prozess muss also viel Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet werden. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist es, dass sich der Händler auf die Leistungsfähigkeit seiner Lieferanten verlassen kann. Da er selber nicht an dem Versandprozess beteiligt ist, muss er sich hier auf das Feedback seiner Endkunden verlassen. Teilt dieser mit, dass eine Sendung beschädigt, unvollständig oder gar nicht bei ihm angekommen ist, dann benötigt der Händler ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis zu seinem Lieferanten, um hier angemessen reagieren zu können.
Um einen potenziellen Lieferanten auf Herz und Nieren zu überprüfen – dies sollte in jedem Fall erfolgen, bevor man die konkrete Zusammenarbeit aufnimmt – ist ein persönliches Gespräch unabdingbar. Dieses sollte nach Möglichkeit in den Räumen des zukünftigen Partners stattfinden, da hier wesentlich bessere Möglichkeiten bestehen, sich ein zutreffendes Bild von der Seriosität und Verlässlichkeit des Lieferanten zu machen. Bei dieser Gelegenheit sollte allerdings nicht nur über das angebotene Sortiment, über die technische Abwicklung und über die Lieferzeiten gesprochen werden. Vielmehr ist es sinnvoll, bei dieser Gelegenheit über die gegenseitige Vorgehensweise im Falle von Unregelmäßigkeiten und Störungen zu sprechen. Hierzu zählen im Online-Handel insbesondere Rücksendungen, Reklamationen und Garantiefälle. Es ist wichtig, bereits im Vorfeld möglichst exakt zu vereinbaren, welche der beiden Parteien für den Aufwand der Abwicklung in solchen Situationen zuständig ist, welche Kosten hierfür anfallen und wer diese zu tragen hat.
Potenziale ausschöpfen und Risiken vermeiden: DropShipping in der kritischen Betrachtung
Ohne Zweifel bietet das Handelsmodell DropShipping vor allem Einsteigern in den Online-Handel ausgezeichnete Chancen für einen schnellen geschäftlichen Aufstieg. Für junge Gründer macht sich vor allem der reduzierte Kapitalbedarf und der Verzicht auf Lager und Personal positiv bemerkbar. Diese können nach freien Stücken große und attraktive Sortimente zusammen stellen und sich in der Folge ganz auf die Vermarktung ihres Shops konzentrieren. Besonders eignet sich dieses Modell dann, wenn die neue Selbständigkeit zunächst von Haus oder Wohnung oder sogar im Nebenerwerb aufgenommen werden soll. Auf den Online-Händler der mit DropShipping in den Handel per Internet einsteigt kommen vor allem die Aufgaben Sortimentsaufbau, Shop-Erstellung, Online-Marketing und Kundenbetreuung zu. Das rein operative Geschäft wird weitgehend von den angeschlossenen Lieferanten übernommen.
Um das Modell erfolgreich zu betreiben müssen vor allem verlässliche Lieferanten gefunden werden, mit denen sich langfristige Partnerschaften aufbauen lassen. Hierbei bleibt es in der Verantwortung des Online-Händlers, Sorge für die Aktualität seines Sortiments zu tragen und mit den ausgewählten Lieferanten regelmäßig über die Preise zu verhandeln. Klassisch arbeitende Händler erhalten beim Produkteinkauf aufgrund der höheren Abnahmemengen in vielen Fällen günstigere Preise. An dieser Stelle muss der DropShipping Händler mit seinen Lieferanten Vereinbarungen treffen, die einen Einkaufsrabatt auf der Basis von Monats- oder Jahresumsätzen vorsehen.
Aller Anfang ist schwer: Wirkungsvolle Unterstützung für DropShipping Anfänger
Die Planung einer Unternehmensgründung im Bereich DropShipping erfordert eine intensive Beschäftigung mit den Hintergründen dieses modernen Handelsprinzips. Interessierte Gründer sollten von daher im Vorfeld alle verfügbaren Informationen und Hinweise sammeln und konsequent berücksichtigen. Das Online-Portal www.DropShipping.de bietet vor allem Einsteigern in den Handel auf dieser Basis eine umfangreiche Sammlung an Ratschlägen, Tipps und Informationen, die beim Aufbau der eigenen Existenz im Online-Handel einen wertvollen Dienst leisten. Der kostenlose Bereich des Portals enthält neben aktuellen News und Infos vor allem einen umfassenden Ratgeber zum Gratis-Download. Hier finden interessierte angehende Unternehmer Antworten auf viele Fragen, die sich im Zuge der Unternehmensgründung und der Konzipierung eines DropShipping Modells ergeben.
Wer sich darüber hinaus für den kostenpflichtigen Zugang zu dem Portal entscheidet, der erhält im Rahmen seiner Mitgliedschaft den Zugang zu Deutschlands größter DropShipping Lieferanten-Datenbank. Hier werden mehr als 100 qualifizierte Großhändler, Hersteller und Importeure vorgestellt, die ihren Partnern bereits jetzt DropShipping anbieten. So entfällt die zeitraubende Eigenrecherche nach geeigneten Lieferanten. Insgesamt bietet die Plattform derzeit den direkten Zugriff auf rund 370.000 attraktive Produkte, die von DropShipping Händlern in ihre Sortimente übernommen werden können. Die Artikel sind übersichtlich nach ihren jeweiligen Verkaufskategorien geordnet und erlauben so einen schnellen und zielführenden Zugriff.
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Francis Collis


Nachteile hat DropShipping aber auch, zum einem werden die Preise kaputt gemacht siehe Ebay, ich habe dort Preise gesehen unter den Einkaufspreis den ich bekomme, wie soll man dann mit eine Gewinnspanne rechnen können.
Und auch das Thema Rückgaberecht sollte nicht vernachlässigt werden, denn dann kann man schnell auf paar tausend Euro kommen die man dann zu hause liegen hat
Hallo,
eigentlich gibt es keine Nachteile. Klar das 30 Tage Rückgaberecht. Aber auch da wird nur ein kleines oder gar kein Lager für benötigt. Denn man kann die Ware die zurück gegeben wurde auch auf eBay zum EK plus eBay gebühren verkaufen und in den meisten fällen bekommt man sogar mehr als den EK Preis.